Gründerfonds Ruhr

Der Fonds II

SFDR Offenlegung

Verpflichtende Angaben gemäß der Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über die Offenlegung von Informationen zur Nachhaltigkeit im Finanzdienstleistungssektor (EU) 2019/2088 ("SFDR"):

A. Ruhrgründer Management GmbH (die „Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG)“)

I. Transparenz bei den Strategien für den Umfang mit Nachhaltigkeitsrisiken (Artikel 3 SFDR)

Ruhrgründer Management GmbH ist ein langfristiger Investor, der seine Verantwortung gegenüber Investoren, Portfoliounternehmen und Stakeholdern im weiteren Ökosystem, in dem das Unternehmen und seine Portfoliounternehmen tätig sind, wahrnimmt. Die Ruhrgründer Management GmbH beachtet Nachhaltigkeitsrisiken in seinen Investmententscheidungen und in der Verwaltung seiner Portfoliounternehmen. Darüber hinaus können Nachhaltigkeitsrisiken im Rahmen der Due-Diligence-Prüfung und der Risikobewertung im Vorfeld jeder Investition berücksichtigt werden.

II. Transparenz über negative Nachhaltigkeitsauswirkungen (Artikel 4 SFDR)

Art. 4 SFDR sieht einen Rahmen vor, der darauf abzielt, Transparenz in Bezug auf etwaige prinzipiell negative Auswirkungen von Anlageentscheidungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren zu schaffen. Zu diesem Zweck müssen Finanzmarktteilnehmer wie die Ruhrgründer Management GmbH bestimmte Informationen offenlegen (unter Berücksichtigung der Regulatory Technical Standards (RTS) aus der Delegierten Verordnung (EU) 2022/1288). Derzeit berücksichtigt die Ruhrgründer Management GmbH keine prinzipiellen negativen Auswirkungen von Investitionsentscheidungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren, da es der Ansicht ist, dass die ihm von den Portfoliounternehmen in Bezug auf die Investitionen zur Verfügung gestellten Informationen nicht ausreichen, um dies zu tun. Die Ruhrgründer Management GmbH wird die Entwicklungen im Hinblick auf die verfügbaren Informationen beobachten und prüfen, ob es in Zukunft für die Ruhrgründer Management GmbH sinnvoll ist, die in Art. 4 des SFDR-Rahmens (einschließlich der RTS in der Delegierten Verordnung (EU) 2022/1288) geforderten Informationen offen zu legen.

III. Transparenz bei der Vergütungspolitik (Artikel 5 SFDR)

Als registrierte Kapitalverwaltungsgesellschaft nach § 2 Abs. 4 KAGB ist die Ruhrgründer Management GmbH nicht verpflichtet eine Vergütungspolitik im Sinne des KAGB zu etablieren. Folglich werden Nachhaltigkeitsrisiken nicht in die Vergütungspolitik von Ruhrgründer Management GmbH einbezogen.

B. Gründerfonds Ruhr II GmbH & Co. KG (das „Finanzprodukt“)

Nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungen

I. Zusammenfassung

Das Finanzprodukt, verwaltet durch die Ruhrgründer Management GmbH (der „Fondsmanager“), beabsichtigt, ökologische und soziale Merkmale zu fördern. Das Finanzprodukt konzentriert sich auf Eigenkapital und eigenkapitalähnliche Investments an innovativen, jungen Technologieunternehmen, insbesondere aus den Bereichen Energie und Industrie, Gesundheit und Life Science, Cybersecurity, Logistik und Handel, Chemie und neue Werkstoffe sowie digitale und nachhaltige Wirtschaft, welche zum Zeitpunkt der Erstinvestition der Gesellschaft ihren Satzungssitz oder ihren Schwerpunkt der geschäftlichen Aktivitäten in Deutschland haben, jeweils mit einem Fokus auf der Rhein-Ruhr-Region. Um die ökologischen und sozialen Merkmale zu erreichen, legt das Finanzprodukt einen besonderen Schwerpunkt auf die Vorinvestitions- sowie Investitionsphase und beabsichtigt, die Nachhaltigkeitsindikatoren in enger Abstimmung mit den Portfolio-Gesellschaften zu überwachen.

II. Kein nachhaltiges Investitionsziel

Mit diesem Finanzprodukt werden ökologische oder soziale Merkmale beworben, aber keine nachhaltigen Investitionen angestrebt.

III. Ökologische und soziale Merkmale des Finanzprodukts

Das Finanzprodukt verpflichtet sich nicht, nachhaltige Investitionen im Sinne der Verordnung (EU) 2019/2088 (die „SFDR“) oder Investitionen mit an der Verordnung (EU) 2020/852 (die „EU-Taxonomie“) orientierten Umweltzielen zu tätigen. Das Finanzprodukt beabsichtigt jedoch, seine Investitionen mit ökologischen und sozialen Merkmalen in Einklang zu bringen.
Im Einzelnen fördert das Finanzprodukt die folgenden ökologischen und sozialen Merkmale:

Ökologische Merkmale:

• Verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien

Soziale Merkmale:

• Förderung der Geschlechtervielfalt unter den Angestellten der Portfolio-Gesellschaften
• Schaffung von Arbeitsplätzen
(gemeinsam die „E/S-Merkmale“).

Aufgrund der Struktur und der Strategie des Finanzprodukts können die Vermögenswerte des Portfolios nicht vor Abschluss der Investitionsphase endgültig festgelegt werden. Die oben aufgeführten Merkmale gelten nicht als abschließend oder endgültig, da die Investitionen, die das Finanzprodukt tätigen wird, noch nicht definiert werden können (sog. „Blind Pool“). Daher können die Faktoren zu einem späteren Zeitpunkt verfeinert und überarbeitet werden.

IV. Anlagestrategie

Das Finanzprodukt investiert in junge, innovative Technologieunternehmen. Das Finanzprodukt beabsichtigt, ökologische und soziale Merkmale zu bewerben bzw. zu fördern und hat seine Anlagestrategie entsprechend angepasst. Während des gesamten Anlageprozesses, bemüht sich das Finanzprodukt, Informationen von den Portfolio-Gesellschaften zu sammeln und ihre Übereinstimmung mit den oben genannten E/S-Merkmalen zu bewerten.
In der Vorinvestitionsphase wird das Finanzprodukt ökologische und soziale Merkmale im Rahmen der Due-Diligence-Prüfung berücksichtigen. Zudem wird das Finanzprodukt die Förderung der ökologischen und sozialen Merkmale bei der Überwachung der Portfolio-Gesellschaften beachten und dies bei seinem Portfoliomanagement berücksichtigen. Die Portfolio-Gesellschaften werden zu den E/S-Merkmalen Bericht erstatten.
Die Bewertung der Verfahrensweisen einer guten Unternehmensführung der Portfolio-Gesellschaften ist in die rechtliche Due-Diligence-Prüfung des Finanzprodukts einbezogen, soweit die Verfahrensweisen einer guten Unternehmensführung gesetzlich verankert sind.

V. Aufteilung der Investitionen

Das Finanzprodukt verpflichtet sich nicht zu nachhaltigen Investitionen im Sinne der SFDR und der EU-Taxonomie. Das Finanzprodukt strebt jedoch an, dass seine Investitionen mit den beworbenen E/S-Merkmalen übereinstimmen. Da das Anlageportfolio des Finanzprodukts als Blind Pool besteht, liegt es im Ermessen des Finanzprodukts, nachhaltige Anlagen und Anlagen in "Andere Investitionen" im Einklang mit seiner Anlagestrategie zu tätigen, wie in den Weiteren Hinweisen und den begleitenden Marketingunterlagen dargelegt.

VI. Überwachung der ökologischen oder sozialen Merkmale

Um jedes der oben genannten E/S-Merkmale zu fördern, wählt das Finanzprodukt seine Anlagemöglichkeiten in der Vorinvestitions- und Investitionsphase sorgfältig aus. Daneben misst es die Erreichung der E/S-Merkmale anhand der folgenden Nachhaltigkeitsindikatoren:
Die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien wird anhand des Anteils der erneuerbaren Energien am gesamten Energieverbrauch der Portfolio-Gesellschaften gemessen.
Die Förderung der Geschlechtervielfalt unter den Angestellten der Portfolio-Gesellschaften wird anhand des Anteils der weiblichen Beschäftigten der Portfolio-Gesellschaften an allen Beschäftigten der Portfolio-Gesellschaften gemessen.
Die Schaffung von Arbeitsplätzen wird anhand der Anzahl der durch die gehaltenen Portfolio-Gesellschaften geschaffenen Vollzeitarbeitsplätze gemessen.
Das Finanzprodukt fragt die Nachhaltigkeitsindikatoren jährlich bei seinen Portfolio-Gesellschaften ab.

VII. Methoden

Die vom Finanzprodukt angewandte Methode besteht in der sorgfältigen Auswahl und Überwachung der Portfolio-Gesellschaften im Rahmen der Vorinvestitions- und Investitionsphase sowie der regelmäßigen Abfrage der Nachhaltigkeitsindikatoren.

VIII. Datenquellen und -verarbeitung

Abgesehen von der Due Diligence-Prüfung (wie unten unter X. beschrieben), der Überwachung und der regelmäßigen Kommunikation zwischen dem Fondsmanager und den Portfolio-Gesellschaften des Finanzprodukts werden keine weiteren regelmäßigen Recherchen und Untersuchungen des Fondsmanagers durchgeführt, zumindest so lange an den vom Portfolio gemeldeten Daten kein Anlass für begründete Zweifel besteht. Die Datenquellen werden die Portfolio-Gesellschaften sein. Abhängig von der Qualität und Quantität der Daten wird das Finanzprodukt manche Daten gegebenenfalls schätzen müssen. Das Finanzprodukt beabsichtigt nicht, externe Dienstleister für die Datenbeschaffung einzuschalten. Da das Finanzprodukt nur die Daten der Portfolio-Gesellschaften nutzt, wird es diese kritisch würdigen.

IX. Beschränkungen hinsichtlich der Methoden und Daten

An manchen Portfolio-Gesellschaften beteiligt sich das Finanzprodukt als Minderheitsgesellschafter. Die rechtlichen Beschränkungen dieser Position erlauben es dem Finanzprodukt nicht, die vollständige Einhaltung aller Anforderungen der SFDR und der EU-Taxonomie für nachhaltige Investitionen mit einem an der EU-Taxonomie ausgerichteten Umweltziel zu gewährleisten. Insbesondere kann das Finanzprodukt nicht mit wirtschaftlich vertretbaren Mitteln die Einhaltung des Grundsatzes der „Vermeidung erheblicher Beeinträchtigungen“ in allen seinen Portfolio-Gesellschaften überwachen. Das Finanzprodukt geht zudem davon aus, dass die Überwachung und Berichterstattung über die Einhaltung dieses Grundsatzes eine wirtschaftlich unverhältnismäßige Belastung für die in der Regel kleinen Managementteams seiner Portfolio-Gesellschaften darstellen würde.
Trotz der vorgenannten Einschränkungen beabsichtigt das Finanzprodukt, die oben genannten E/S-Merkmale zu fördern.

X. Sorgfaltspflicht

Die Beurteilung, wie sich die potenzielle Investition des Finanzprodukts in die potenzielle Portfolio-Gesellschaft zu den geförderten E/S-Merkmalen verhält, wird als Teil des Due-Diligence-Prozesses vor der Investition durchgeführt. Über diese Due-Diligence-Prüfung und die regelmäßige Überwachung hinaus können weitere Prüfungen durchgeführt werden, wenn und soweit der Fondsmanager es in einem bestimmten Fall für angemessen hält, eine Ad-hoc-Prüfung durchzuführen. Der Fondsmanager beabsichtigt nicht, externe Dienstleister zur Prüfung der Vereinbarkeit eines Investments mit den E/S-Merkmalen des Finanzprodukts zu beauftragen.

XI. Mitwirkungspolitik

Das Finanzprodukt beabsichtigt, im Rahmen seiner Gesellschafterrechte gegenüber den Portfolio-Gesellschaften auf die Förderung und Verbesserung der E/S-Merkmale und der damit verknüpften Nachhaltigkeitsindikatoren hinzuwirken.

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