Fasciotens

Dr. Frank Beyer - CEO Fasciotens

“Für alle, die einen kompetenten Partner und Investor an der Seite ihres Unternehmens suchen, ist der Gründerfonds Ruhr eine gute Wahl. Die regionale Vernetzung hilft in großem Maße dabei, das eigene Projekt räumlich zu verwurzeln und anschließend mit den richtigen Partnern zu wachsen. Aber auch die Gründerfonds-Teammitglieder selbst haben mit ihrer langjährigen Erfahrung vielfach konstruktive Anregungen eingebracht.“Dr. Frank Beyer, Mitgründer von Fasciotens

Über Fasciotens

Das Medizintechnik-Unternehmen Fasciotens wurde 2016 von den Chirurgen Dr. Gereon Lill und Dr. Frank Beyer mit der Vision gegründet, die medizinische Versorgung des offenen Abdomens grundlegend zu erneuern und zu verbessern. Das Hauptproblem bei einem vorübergehend geöffneten Bauchraum ist das Zurückweichen der Bauchdecke, welches einen späteren Bauchverschluss oft unmöglich macht. Nach mehrjähriger Entwicklung und präklinischer Erprobung wurde Fasciotens© Abdomen, welches die Bauchdecke bei eröffnetem Bauchraum anspannt und so das intraabdominelle Volumen vergrößert, mit großem medizinischem Erfolg auf dem Markt eingeführt. Mittlerweile hat Fasciotens seinen Ansatz auch speziell für Neugeborene (Fasciotens© Pediatric) und die intraoperative Anwendung bei großen Bauchwandbrüchen (Fasciotens© Hernia) weiterentwickelt. Fasciotens© Abdomen wird bereits in verschiedenen europäischen Ländern angewendet.

Fasciotens & Gründerfonds Ruhr – Eine „spannende“ Erfolgsgeschichte

Erster Kontakt und Ziele der Zusammenarbeit

Das initiale Kennenlernen zwischen den beiden Fasciotens-Gründern und den Geschäftsführern des Gründerfonds fand bereits kurz nach der Gründung der Fasciotens GmbH über gemeinsame Kontakte statt. Nachdem das Projekt weiter fortgeschritten und präklinisch validiert worden war, investierte der Gründerfonds Ruhr zusammen mit dem VC-Investor coparion im Februar 2018 2,6 Millionen Euro in einer Serie-A-Finanzierung in Fasciotens; dies war zugleich das erste Investment des Gründerfonds Ruhr. Die beiden Gründer Dr. Gereon Lill und Dr. Frank Beyer hatten bis dahin 200.000 Euro aus privaten Mitteln gewinnen können, um die Entwicklung eines Prototyps sowie erste Tierversuche finanzieren zu können und befanden sich somit in einer sehr frühen Phase ihres Unternehmens. Nachdem die Tierversuche einen hochsignifikanten Vorteil von Fasciotens© Abdomen aufgezeigt hatten, strebten Dr. Lill und Dr. Beyer eine CE-Zertifizierung für ihr Produkt und somit die Möglichkeit erster klinischer Anwendungsstudien an. Weiterhin wollten sie den Markteintritt vorbereiten und hatten bereits Ideen für zwei weitere Produkte, die sie weiter entwickeln wollten.

Unterstützung durch den Gründerfonds Ruhr

Der Gründerfonds Ruhr unterstützte Fasciotens in dieser frühen Phase nicht nur finanziell, sondern insbesondere auch durch die Etablierung konkreter Meilensteine, das kompetente Netzwerk der Investoren und LPs, u.a. im Bereich Marketing und Strategiefragen sowie durch die langjährige industrielle als auch fachspezifische Expertise des Mentoren-Teams.

Ergebnisse der Zusammenarbeit

Mithilfe der Zusammenarbeit wurde eine erfolgreiche CE-Zulassung erreicht, weiterhin wird Fasciotens© Abdomen derzeit in klinischen Studien an den Universitäten in Bonn und Aachen angewandt. Im September 2019 kam Fasciotens© Abdomen außerdem das erste Mal außerhalb Deutschlands in Italien zum Einsatz und es gibt bereits Vertriebspartnerschaften mit Unternehmen in Italien, Österreich und der Schweiz.

Ausblick

Nachdem alle geplanten Meilensteine der Serie-A-Finanzierung erfolgreich erreicht wurden, ist nun eine zweite Finanzierungsrunde mit dem Gründerfonds Ruhr in Umsetzung, damit die Entwicklung, sowie der Markteintritt der weiteren Produkte, abgeschlossen werden kann. Außerdem sind internationale klinische Anwendungsstudien, wie zum Beispiel in Miami, USA, sowie der Abschluss neuer Vertriebspartnerschaften geplant. Fasciotens hat somit national als auch weltweit hohe Marktchancen und ein großes Entwicklungspotenzial, was den Gründerfonds Ruhr neben dem hohen medizinischen Nutzen und dem kompetenten Management-Team für die initiale Investition überzeugt hatte und nun in einer weiteren Zusammenarbeit resultiert.